Corona und der Tourismus

Da muss etwas kommen, das sich „Corona – Krise“ nennt, damit ich meine „Aufschieberitis“ beende und meine Website bzw. die Kategorie „Aktuelles“ endlich füttere.
Doch was hat das „neuartige Virus“ mit meinem plötzlichen Aktionismus zu tun?
Nun – die Tatsache, dass ich in dieser Woche für die weltgrößte Tourismusbörse ITB in Berlin gebucht war und diese wie bekannt, aufgrund des „Corona – Risikos“ abgesagt wurde, verschafft mir unerwartete Freiräume und -zeit.

Somit soll sich mein erster Beitrag auch gleich mit dem Thema höhere Gewalt oder „plötzlich ist alles anders“ beschäftigen. Damit sei ein aktueller Blick auf jenes Virus gelenkt, welches sich „Covid-19“ nennt und derzeit unsere Schlagzeilen bestimmt.

Nun haben wir also ein weltweites Debakel, ausgelöst durch ein Grippevirus, das Sars-spezifisch in China seinen Ursprung nahm und nun die ganze Welt in Atem hält.
Spätestens seit Italien als Krisengebiet in Europa sichtbar wurde und allerspätestens als ein Ort im Rheinland mit echten und ernsten Fällen des Virus betroffen war, kam eine Handlungskette ins Spiel, auf die sich die Menschen in der nächsten Zeit wohl einrichten müssen.

Ohne Frage – ITB Berlin ist wichtig und bedeutungsvoll, jedoch nicht die einzige Großveranstaltung, die gecancelt wurde.
Man mochte noch letzte Woche darüber diskutieren, inwieweit derartige (Vorsichts)Maßnahmen sinnvoll sind – in dieser Woche und angesichts der stetig wachsenden Fälle von infizierten Personen, ist die Akzeptanz für diese Maßnahmen nach meinem Empfinden gestiegen und die letzten Zweifler sind ruhiger geworden.
Diese Tatsache ist natürlich schmerzhaft und hat wirtschaftliche Konsequenzen, die sich nur vage in Euro und Dollar beziffern lassen – doch sollte man hier anerkennen, dass die Gesundheit der Menschen das höchste Gut sein muss.
Daher wäre es in meinem genannten Fall wenig zielführend, geschätzte 160.000 Messebesucher mit dem Risiko zu belasten, das Virus global zu streuen.
Zur medialen Panikmache mag ich mich nicht detailliert auslassen.
Viel spannender finde ich jedoch zu beobachten wie sich angesichts der „verordneten“ Abstinenz und dem Aussetzen von Treffen und Veranstaltungen findige Alternativen anbahnen.
Plötzlich werden die Möglichkeiten von Telefon- und Videokonferenzen und einiges mehr in Betracht gezogen und die große Klaviatur der „virtuellen Welt“ bespielt. Natürlich ersetzt es nicht ein „Face-to-Face“, doch immerhin ist es eine gewisse Chance für eine Vielzahl an Betroffenen, verloren gegangene Messegeschäft etwas abzufedern!

Die Sache hat also zwei Seiten: die unbezifferten finanziellen Ausfälle für Messe, Besucher, der Hotellerie und Gastronomie und unzähligen Dienstleistern in den betroffenen Städten zum einen – gleichzeitig für eine gewisse Zeit ein weniger an Flügen, Fahrten und somit CO2 Austößen zum anderen. Die Umwelt wirds freuen.

All jene, die meinten, dass sie ganz ohne Großveranstaltungen, Messen und dergleichen nicht überlebensfähig sind, dürfen staunen was gehen kann wenn es gehen muss.
So oder so, ich bin froh wenn der Tag kommt und wir „Covid-19“ gesund überstanden haben. Und in Zukunft über die eine oder andere Aktion nachzudenken ob sie notwendig ist und Sinn macht oder nicht, wäre trotzdem gut.

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